Ökologische und ökonomische Zukunft des tropischen Regenwaldes – ein Widerspruch?

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Gerold - Univ. Göttingen. Seit einigen Jahrzehnten steht die Amazonasregion mit dem Ökosystem Tropischer Regenwald aufgrund der andauernden Regenwaldrodung mit seinen regionalen wie globalen ökologischen Folgen im Focus von Wissenschaftlern wie auch der Öffentlichkeit. Regenwalschutz mit Erhaltung der Ökosystemdienstleistungen (wie Biodiversität, C-Speicherung, Wasserhaushalt) wird dabei häufig als Gegensatz von Ökologie und ökonomischer Entwicklung betrachtet. So beträgt nach einem deutlichen Rückgang der Regenwaldrodung in Brasilien bis 2018 (ca. 5.000 km2 Jahr-1) die letztjährige Abholzung unter dem neuen brasilianischen Präsidenten ca. 9.000 km2. Hauptverursacher ist die Landnutzung mit agroindustriellem Sojaanbau und extensiver Rinderhaltung, die für 70% der brasilianischen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist (2,4 % der globalen THG). Die Landwirtschaft stellt jedoch auch einen wichtigen Exportsektor (z.B. Soja nach China) für die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens dar. – Basierend auf den Grundlagen „Ökosystem Regenwald“ mit seiner globalen Bedeutung (C-Speicherung, Biodiversität, Wasserhaushalt) werden jüngere Entwicklungen mit dem Versuch ökologischer Schutz und ökonomische Entwicklung zu verknüpfen, dargestellt und diskutiert. Bewirtung mit Getränken und kleinen Snacks!

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